Meilenstein erreicht: Dialogverfahren Gebiet Kleinmatt-/Bireggstrasse erfolgreich abgeschlossen

Das Gebiet Kleinmatt-/Bireggstrasse in der Stadt Luzern ist ein innerstädtisches Schlüsselareal: Zentral gelegen, mit grossem Potenzial für gemeinnützigen Wohnungsbau und gleichzeitig geprägt durch das «Neubad», ein Kultur- und Begegnungsort mit überregionaler Strahlkraft. Genau darin lag die zentrale Herausforderung: Wie lassen sich dringend benötigter Wohnraum, eine identitätsstiftende Kulturnutzung und weitere Nutzungsanforderungen «unter einen Hut bringen» und zu einer tragfähigen, zukunftsfitten und durchmischten Arealdisposition verweben?

Im Rahmen des Dialogverfahrens konnte dieses Spannungsfeld erfolgreich aufgegriffen und in ein gemeinsames, breit abgestütztes Richtprojekt übersetzt werden. 

Von März 2024 bis Januar 2026 durften wir ein innovatives Dialogverfahren begleiten:

  • Zwei interdisziplinäre Planungsteams – unter der Führung von Denkstatt sàrl / baubüro in situ und toblergmür Architekten – entwickelten zunächst unterschiedliche Varianten und erarbeiteten in der Schlussphase gemeinsam eine Bestvariante, welches die Basis für das Richtprojekt bildet.
  • Ein breit abgestütztes Begleitgremium mit über 25 Beteiligten aus Politik, Verwaltung, Fachstellen, Denkmalpflege, Verbänden und angrenzendem Quartier.
  • Eine dreiteilige öffentliche Mitwirkung sicherte den Dialog mit der Bevölkerung.

Die ecoptima ag übernahm die Prozessleitung – von der Konzeption über Organisation und Moderation bis zum Schlussbericht. Zudem begleiteten wir die Einbindung der Grundeigentümerschaften sowie die Bevölkerungsdialoge.

Das Ergebnis: ein breit abgestütztes Zielbild für das Gebiet Kleinmatt-/Bireggstrasse:

  • 130 – 145 gemeinnützige Wohnungen
  • Nutzungen für Kultur, Gewerbe und Quartier
  • Weiterentwicklung des Neubads als öffentlicher Kulturort
  • Hochwertige, durchgrünte Freiräume
  • Nachhaltige Bauweise und erneuerbare Energien

Das Richtprojekt bildet die Grundlage für den Gestaltungsplan, dessen Erarbeitung soeben gestartet ist.

Fazit: Komplexe Aufgaben lassen sich am besten lösen, wenn unterschiedliche Perspektiven früh zusammengeführt und auf ihre Belastbarkeit getestet werden. Vielen Dank an alle Beteiligten für das Vertrauen und das Engagement!